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Blut ist ein Gewebe, dessen Zellen mit Flüssigkeit aufgeschwemmt sind, also ein riesenhaft zirkulierendes flüssiges Organ. Das Blut fließt in den Gefäßen des Kreislaufs, den Arterien und Venen. Gesundes Blut versorgt einerseits über die Arterien alle Körperzellen mit lebenserhaltenden Substanzen und entsorgt andererseits über die Venen die anfallenden Stoffwechselendprodukte.

Sauerstoff ist lebenswitig für unseren Organismus. Hierfür zuständig sind die Erythrozyten - die so genannten "roten Blutkörperchen".

Die kleinen runden Scheibchen, die einem Diskus ähnlich geformt sind, enthalten den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin; einen Zellkern wie andere Blutkörperchen haben sie nicht.

Laienhaft dargestellt sieht ein Erythrozyt im Querschnitt etwa so aus:
Die Hämgruppe enthält zweiwertiges Eisen (Fe++), welches in Verbindung mit dem ebenfalls in der Hämgruppe enthaltenen stickstoffhaltigen Porphyrin die Farbe Purpur ergibt. Das Ferrum hat die Fähigkeit, vier Sauerstoffmoleküle lose an sich zu binden, damit sie auch leicht wieder abgegeben werden können. Jeder Erythrozyt hat unzählige Hämoglobinmoleküle, welche jeweils vier Eisenmoleküle beinhalten, die wiederum je ein Sauerstoffmolekül binden können. Ein Hämoglobinmolekül kann 16 Sauerstoffmoleküle binden. Ein Erythrozyt enthält unzählige Hämoglobinmoleküle. Die Hämgruppe ist so der Sauerstoffträger im Blut.

Gesunde Erythrozyten sind geschmeidig und biegsam. Und so etwa werden kleinen "Scheiben" durch die Blutbahn geschoben und "gequetscht".

Das Hämoglobin transportiert den Sauerstoff aus der Lunge über die Blutgefäße zu allen Zellen des Körpers - eine naturgemäß lebensnotwendige Funktion des Körpers, die allerdings durch vielfältige Störungen beeinträchtigt werden kann. Und wehe, wenn unsere roten Blutkörperchen wirklich krank oder einfach zu alt sind ... was dann?

Frischzellenkuren - Blutauffrischungen - Medikamente - Naturheilmittel ... die Methoden zur Blutverbesserung oder Bluterneuerung sind vielfältig!

Aber "Blut aus dem Labor" ...? Mittlerweile lassen sich große Mengen roter Blutkörperchen im Reagenzglas herstellen. Forscher zweier Universitäten sowie einer Biotechnologie-Firma in den USA berichten, das verwendete Ausgangsmaterial seien embryonale Stammzellen. In mehreren Stufen hat man diese zu Erythrozyten heranreifen lassen. Quelle: Apotheken Umschau B 10/08

Der Unterschied zu den bislang bekannten Versuchen zur künstlichen Herstellung roter Blutkörperchen liegt darin, dass die neuerdings gezüchteten Zellen in der Lage sind, ihren Zellkern auszusondern. Damit werden sie den zellkernlosen "echten" Erythrozyten ähnlich, was die Hoffnung zulässt, dass sie im menschlichen Organismus "funktionieren" könnten.

Liegt hierin eine Chance, zukünftig menschliche Blutspenden ersetzen zu können ... Blut aus der Retorte also ...



Jegliche hier getroffenen Aussagen erheben keinerlei Anspruch auf medizinische Richtigkeit.



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