Historie
Freiherr von Prittwitz
 Bauherr und Erstbesitzer war der von Karl VI. in den Adelsstand erhobene königlich preußische Armee-Hauptmann Freiherr Joachim Wilhelm von Prittwitz. Das Wappen des preußischen Offiziers, der sich a.D. im Schatten des Wormser Doms niederließ, ist noch heute an der Wand links hinter dem Eingang Andreasstraße zu sehen. Der in prächtiger Uniform mit schwarz-goldenen Schnüren durch Worms zu spazierende alte Offizier erregte eines Tages die Missbilligung eines Kollegen, der als österreichischer Hauptmann in Worms Rekruten warb, auf sich. Dieser empfand die kaiserlichen Farben Schwarz-Gold als Uniformdekoration als Anmaßung und führte Beschwerde gegen den Herrn von Prittwitz, der allerdings auf die Farben seines Wappens verwies und dieses Wappen seiner Rechtfertigungsschrift beifügte. So blieb es dem Wormser Archiv erhalten. Auf einer von den Brüdern Kaiser nachempfundenen Blechplatte zeigt die linke Hälfte des Wappenschildes das schwarz-goldene Karomuster eines Dame-Spieles, die rechte teilt sich in die Darstellung eines Schildes und zweier Schwerter. Aus der Bekrönung wachsen zwei eigenartige Halbfiguren: ein armloser Neger mit Halskette und Stirnband, dessen Enden im Wind flattern, und ein Mann mit Hut, dessen Krempe über der Stirn aufklappt.
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© C|R Cornelia Rinne SchreibBüro Worms am Rhein]
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